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Schönheits-OPs bei Jugendlichen sollen verboten werden

Ein Verbot für Schönheits-OPs bei Kindern und Jugendlichen, dieser Forderung schlossen sich Politiker und medizinische Experten am Mittwoch bei einer offenen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags an. Außerdem verboten werden sollen Piercings und Tätowierungen bei Minderjährigen.

Damit reagieren die Antragsteller auf einen beunruhigenden Trend aus den USA. Dort ist es mittlerweile in manchen Kreisen Usus, seinem Sprössling eine Brustvergrößerung oder Nasenkorrektur zum erfolgreichen Schulabschluss zu schenken.

So werden Schönheitsoperationen immer mehr Teil des Alltags. In Deutschland sollen immer mehr Jugendliche zu 14 oder 15 Jahren Piercings tragen oder Schönheits-OPs hinter sich haben. Diesem Trend möchte unter anderem SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach entgegenwirken. „Man muss davon ausgehen, dass es um die 100.000 fragwürdige Eingriffe pro Jahr bei den Jugendlichen und Kindern gibt, das heißt, bei den unter 16-Jährigen.“ so ein Zitat Lauterbachs aus diesem NDR-Interview vom Montag.

Vor allem geht es ihm wohl darum, die Operationen einzudämmen. Seiner Meinung nach gibt es zu wenig Selbstbeschränkung der deutschen Ärzte.

Ich war ehrlich gesagt etwas baff, als ich das gelesen habe. Würden Sie ernsthaft ihr Kind zu einer Schönheits- OP schicken? Dann schalten Sie gefälligst mal den Fernseher ab und raus an die frische Luft! Erziehungshilfe vom Jugendamt hilft vielleicht auch… Ansonsten kann ich mir nur vorstellen, dass viele sich heimlich was zusammensparen und dann ihre Eltern vor vollendete Tatsachen stellen.

Dabei sind Operationen an einem Körper, der mitten in der Entwicklung steckt, dumm und gefährlich. Woher will das Mädchen denn wissen, wie groß seine Brust in drei Jahren sein wird? Oder ob die schiefe Nase des Jungen durch dickere Wangen, einen größeren Kopf, gesteigertes Selbstbewusstsein etc wieder ausgeglichen werden wird? Und welcher Arzt kann schon mit Sicherheit sagen, ob es risikofrei ist, einem noch nicht ausgewachsenen Menschen die Knochen zu brechen, um sie dann wieder „gerade“ zusammenwachsen zu lassen – aus ästhetischen Gründen?

In jedem Fall ist dieses Verbot sinnvoll – traurig für die deutsche Ärzteschaft, dass es überhaupt benötigt wird!

Helena
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