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Spielzeug aus dem 3D-Drucker: Mattel kündigt Produkte zum Selberdrucken an

Kinder entwerfen und drucken ihr eigenes Spielzeug: Der US-Spielzeug-Hersteller Mattel hat angekündigt, zusammen mit 3D-Design-Spezialisten schon bald Produkte für 3D-Drucker anzubieten. Inklusive einer interaktiven Lern-Plattform und Apps. Wie soll das funktionieren?

Selbstkreierte 3D-Vorlagen für Barbie, Matchbox-Autos und Co.: Mattel, nach Lego der zweitgrößte Spielzeughersteller der Welt, will mit dem 3D-Softwareunternehmen Autodesk demnächst einige interaktive Apps entwickeln, mit denen Kinder die 3D-Technologie spielerisch kennenlernen und kreativ anwenden können.

Geplant ist laut dieser Pressemitteilung, dass Kinder schon bald ihr eigenes Spielzeug entwerfen und ausdrucken können.

Lernumgebung mit kinderfreundlichen 3D-Drucker-Apps

Dabei kommt die 3D-Druckertechnik von Autodesk zum Einsatz, für die die offene 3D-Drucker-Plattform „Spark“ bereitsteht. Die kindgerechten Designs sollen über diese Plattform vertrieben werden, wobei für die junge Zielgruppe laut Mattel und Autodesk eigens eine interaktive Lernumgebung mit kinderfreundlichen Apps aufgebaut wird.

Bereits für das zweite Halbjahr 2015 ist die Veröffentlichung erster Apps geplant – und eines Online-Hubs (Knotenpunkts), der es Kunden ohne 3D-Drucker erlauben soll, ihre selbst kreierten Design-Vorlagen zum Ausdrucken zu verschicken.

Mattel geht aber wie Lego auch davon aus, dass die neuartigen Geräte mittelfristig in vielen Haushalten stehen werden. Was aufgrund der immer günstigeren 3D-Drucker – auch auf dem deutschen Markt, siehe www.reichelt.de – ein durchaus wahrscheinliches Szenario ist.

Wie funktionieren 3D-Drucker?

3D-Drucker für den Privatgebrauch – also nicht-industrielle Geräte – setzen meistens das sogenannte Fused Deposition Modeling (FDM) ein. Dabei wird ein Kunststofffaden (Filament) im Druckkopf zunächst erhitzt, anschließend werden die 3D-Objekte schichtweise auf den geschmolzenen Faden aufgetragen – so wie es die Designvorlage vorgibt. Der Druckauftrag wird fortgeführt, bis der Gegenstand fertiggestellt ist.

Die Vorlagen für 3D-Drucke können vom Anwender per CAD-Programm oder einem 3D-Scanner, der das jeweilige Objekt scannt, erstellt werden.

Allerdings ist die junge 3D-Drucker-Gemeinschaft schon heute riesengroß – im Internet finden sich zahllose Portale, auf denen Abertausende 3D-Vorlagen kostenlos runtergeladen werden können.

Bildquelle: Thinkstock, 484373715, iStock, Sebastien_B

Helena