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Männliche Erzieher gesucht!

Die Devise des Modellprogramms des Bundesfamilienministeriums und dem Europäischen Sozialfond lautet „Mehr Männer in Kitas!“. Aber warum braucht es überhaupt mehr Männer in Kitas?

Der Beruf des Erziehers ist für viele junge Männer eher ungewöhnlich. Pädagogische Berufe sind eine klassische Frauendomäne. Ein Modellprojekt vor einiger Zeit hatte das Ziel männliche Erzieher in die Kitas zu locken. Unterstützt wurde das Projekt mitunter vom Bundesfamilienministerium.

Das pädagogische Angebot soll erweitert werden

Mit einem Anteil von knapp vier Prozent sind Männer unter deutschen Erziehern deutlich unterrepräsentiert. Durch die Initiative „Mehr Männer in Kitas!“ soll zum einen eine Gleichberechtigung der Geschlechter gefördert und das pädagogische Angebot erweitert werden. Es fehlen bereits in vielen deutschen Familien die männlichen Bezugspersonen, weshalb sich dies nicht noch weiter fortsetzen soll.

Für Kinder und insbesondere Jungen ist es in der frühkindlichen Erziehung wichtig, eine männliche Bezugsperson zu haben. Sie dient der Identifikation, ist Vertrauensperson und Vorbild. Doch ist für viele Männer das geringe Gehalt des Erziehers ein Dorn im Auge.

So sollen in Zukunft auch mehr Erzieher mit Migrationshintergrund angeworben werden. Auch sie können für die Kinder, bezüglich eventueller kultureller Unterschiede, geeignetere Bezugspersonen darstellen.

Derzeit streiken viele Mitarbeiter von Kindertagesstätten und legen ihre Arbeit nieder. Ver.di und die GEW fordern eine bessere Eingruppierung und Anerkennung sowie eine bessere Bezahlung.

Foto: Thinkstockphotos, iStock, natalija_brenca

Helena