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Weg frei für eine entspannte Geburt: So bereiten Schwangere sich optimal vor

Entspannte Geburt – das klingt ja erstmal nach einem Widerspruch in sich. Vielen Schwangeren macht der Gedanke an die bevorstehende Entbindung eher Angst, weil sie als schmerzhaft und anstrengend gilt. Trotzdem ist eine entspannte Entbindung durchaus möglich. Eine gute Vorbereitung macht viel aus: Die Tasche frühzeitig packen, den Geburtsort bewusst wählen, planen, wer dabei sein soll – das entstresst schon vor der Entbindung enorm. Mit den folgenden Tipps wird die Entbindung fast zum Kinderspiel.

Sich seinen Ängsten stellen

Ängste sind vor einer Geburt ganz normal. Entscheidend ist, sich davon nicht dominieren zu lassen und vor allem: eine Vorstellung davon entwickeln, was passieren wird. Wer weiß, wie die Geburt abläuft, geht schon viel entspannter mit der Situation um. Dabei besonders wichtig: Sich nicht in eine passive Rolle fallen lassen, sondern sich aktiv mit den eigenen Ängsten auseinander setzen, das schreibt auch Jana Friedrich, Hebamme aus Berlin, in ihrem aktuellen Buch „Das Geheimnis einer schönen Geburt“ (eBook, 163 Seiten, 19,95 Euro, hebammenblog.de/ebook-das-geheimnis-einer-schoenen-geburt).

Den Ablauf detailliert planen

  • Wie komme ich zur Klinik/ins Geburtshaus?
  • Was nehme ich mit?
  • Und wen möchte ich dabei haben?

Müssen diese Dinge im allerletzten Moment noch schnell entschieden und organisiert werden, dann artet schon die Fahrt in Stress aus. Die Rahmenbedingungen am besten schon vorab klären: Wege planen, die Kliniktasche gepackt bereitstellen, die gewünschten Begleiter vorher auswählen – so steht der entspannten Geburt von Beginn an wenig im Wege.

Den richtigen Ort für die entspannte Geburt finden

Die einen schwören aufs Krankenhaus, die anderen auf Geburtshäuser, manche möchten lieber zu Hause entbinden: Welcher Ort nun der richtige ist, muss ganz individuell entschieden werden. Dabei hilft es, die infrage kommenden Einrichtungen vorher zu besuchen und sich einen Eindruck zu verschaffen. Die Schwangere muss sich bei der Geburt sprichwörtlich fallen lassen können, und dabei spielt die Umgebung eine entscheidende Rolle. Genauso wichtig wie der Wohlfühlfaktor ist die Frage, welches Personal zur Seite steht. In Geburtshäusern sind es meist Hebammen, die von der ersten Wehe an begleiten, im Krankenhaus kommen in der heißen Phase oft noch Ärzte hinzu.

Zu guter Letzt: Nicht zu sehr an Plänen festhalten

Es ist natürlich sinnvoll, die Geburt gut zu planen und sich vorher genau zu überlegen, wie alles ablaufen soll. Eins sollte sich jede Schwangere allerdings bewusst machen: Im Zweifel kann es ganz anders kommen als gedacht. Plötzlich ist das wohltuende Bad gar nicht mehr so entspannend, der Geburtshocker nicht mehr das Wahre. Dann kommt es darauf an, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen und das Geplante unbedingt durchziehen zu wollen. In dem Moment zählt einfach nur, was der Gebärenden in der Praxis wirklich Entspannung verschafft, und das kann nur sie selbst im jeweiligen Moment entscheiden.


Fotonachweis: Thinkstock, 496241367, iStock, mrovka


Helena
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