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Musizieren als Gehirnjogging

Amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass sich Musizieren als Gehirnjogging eignet. Ältere Menschen, die ein Instrument spielen, können anscheinend besser hören als ihre unmusikalischen Altersgenossen.

Das Hörvermögen nimmt bekanntermaßen mit dem Alter ab. Musizieren als Gehirnjogging kann da helfen. Die Fähigkeit Sprache bei Lärm zu verstehen und die Gedächtnisleistung werden gefördert.

Musizieren beugt vor

Die größten Unterschiede ergaben sich bei Musikern, die bis zu ihrem neunten Lebensjahr ein Instrument erlernten. Sie zeigten eine deutlich bessere Leistung als ihre nicht musizierenden Altersgenossen.

Wenn sie sich jetzt fragen, warum sie trotz jahrelangen Musizierens Probleme mit dem Hören haben, sollten sie nicht sofort an ihren musikalischen Fähigkeiten zweifeln.

Altersbedingten Hörverlust kann das Musizieren nicht verhindern. Das kommt leider sowohl bei Musikern, als auch Nicht-Musikern vor. Das Erkennen von Sprache bei Lärm macht den Unterschied. Das Hörvermögen eines Musikers ist also gleich gut oder schlecht, er kann aber durch sein geübtes Gehör Geräusche besser unterscheiden.

Die Harmonien und Rhythmen beim Musizieren beeinflussen im eigentlichen Sinne nicht das Gehör, sondern die Nervenverbindungen im Gehirn. Im Gehirn kann Relevantes von anderem besser unterschieden werden. So lassen sich auch die besseren Gedächtnisleistungen erklären.

Gehirnjogging schon im Kindesalter

Die Forscher untersuchten außerdem die Gedächtnisleistung von älteren Musikern und Nicht-Musikern. In allen Bereichen, die mit dem Hören zu tun haben, schnitten die Musiker besser ab. Doch die Nicht-Musiker sollten jetzt nicht verzweifeln. In allen anderen Bereichen, wie den visuellen Leistungen, schnitten beide Gruppen gleich ab.

Das Instrument sollte man schon im Kindesalter erlernt haben und nicht damit aufhören, um das Gedächtnis zu trainieren. Im Nachhinein kann man zwar durch das Musizieren ein schlechtes Gehör nicht verbessern. Es hält aber trotzdem fit und Spaß macht es, egal in welchem Alter.

Helena